Let`s jump!

Auf Reisen – oder das Lächeln und Leuchten im Inneren

in Vorbereitung auf meine TRAVELLER TOUR fällt mir auf, wie herausfordernd es ist, nicht zu viel festlegen, planen und im voraus fixieren zu wollen. Verständlich, werden jetzt sicher viele denken. Schliesslich geht es ja auch um die Sicherung der eigenen Existenz. Darum, leben zu können von dem was mensch tut. Da muss doch einiges im Vorfeld festgelegt und sicher aufgestellt sein. Im besten Fall muss doch schon im Vorfeld eine exakte Route da sein. Orte gefunden sein, an denen Auftritte statt finden und Honorare gezahlt werden.
Ein sicheres Netz sollte gespannt sein.

Auch ich habe Ankerpunkte für das neue Jahr. Nicht nahtlos, eher lose, wie so Häfen, von denen ich im voraus weiss. Die von Zeit zu Zeit auftauchen werden; wenn es nach Plan verläuft – doch selbst da ist mir bewusst, dass auch das nicht vollkommen sicher ist. Weil wir nie vollkommen sicher wissen, was das Leben so vorhat. Wie es sich tatsächlich entwicklen und entfalten wird. Dennoch ist es beruhigend diese Häfen vom jetzigen Standpunkt zu erahnen. Da ist noch genug weiter Ozean, der ungewiss erscheint. Doch gerade in dieser Ungewissheit liegt doch auch so ein großes Potential!

Viele von uns spüren – momentan verstärkt, so nehme ich es jedenfalls wahr – in sich den Wunsch nach Veränderung.
Nach Wandel hin zu mehr wahrhaftigem Sein. Nach einem Durchbrechen alter Konditionierungen, die sie -noch – festhalten; in Modellen und Konstrukten, die eigentlich schon länger nicht mehr zu ihnen passen. Es drückt. Es schmerzt. Es knirscht. Da ist Unbehagen. Das Verlangen, auszubrechen. Neues zu wagen. Sich neu zu erleben und zu erfahren. Zugleich ist da aber auch die Furcht davor.
Das Verlassen der Komfortzone ist verbunden mit so viel Ungewissem, das Angst macht und viele davor zurück schrecken lässt, wirklich Schritte heraus zu tun – aus der Komfortzone herauszutreten.
Was dann? Was wird dann passieren, wenn ich das Gewohnte verlasse????

Es mag mich eingeengt und belastet haben. Es mag mich geschmerzt und bedrückt haben – aber es ist mir vertraut. Ich kenne es. Und das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Damit kenn ich mich aus. Also bleibe ich doch lieber dort. Ist besser so! Wer bin ich denn mir meine Wünsche und Sehnsüchte zuzugestehen und dann auch noch leben zu wollen! Wie anmassend von mir! Wie eingebildet. Wird ja sowieso nicht klappen. Wie naiv, das überhaupt nur in Betracht zu ziehen!
Solche Gedanken kommen da vielleicht hoch. Und so nagende Zweifel. So ein banges Gefühl.

Zugleich ist da aber vielleicht auch etwas anderes, das ebenfalls aufsteigt. Aus der Tiefe. Aber mit einer so ganz anderen Schwingung als die zuvor beschriebenen Gedanken und Empfindungen. Etwas ganz Klares. Möglicherweise noch sehr zart und filigran. Oder auch schon sehr kraftvoll und hell leuchtend. Bilder tauchen auf. Visionen, die mit Gefühlen von Freude, Zuversicht und Begeisterung begleitet werden. Das Herz beginnt auf einmal schneller zu schlagen. Nicht aus Panik und Furcht, sondern aus Freude und Begeisterung!
Da kommt innerlich etwas in Bewegung. Verkrustetes und Verhärtetes bröckelt dadurch auf einmal. Da ist Lebendigkeit, frischer Wind, der durch Altes weht und es ist, als atme da etwas auf. Etwas Wahrhaftiges. Etwas das gelebt werden will. Erweckt. Ein Seufzer steigt empor. Ein Seufzer der Erleichterung. Ein Erahnen von Leichtigkeit, von spielerischem Sein, eine Steigerung der Intensität. Ein Erhellen und Erleuchten von ALLEM ringsum. Ein Verwandeln des ALLtäglichen aus einem – nicht selten – erlebten Grau hin zu einer unerlässlich reichen Palette an bunten, intensiven Farben.
Dem weiter nachzugehen, erfordert Mut und Vertrauen. Es kann oft bedeuten mit leeren Händen ins Leere zu springen. Es erfordert die Bereitschaft, daran zu glauben, getragen zu werden. Vom Fluss des Lebens. Der unaufhaltsam fliesst und in Bewegung ist.

– sich Erlauben, mitzufliessen –

Den Kompass des HERZENS aktivieren. Der hilft zu navigieren. Die Segel zu setzen. Damit der Wind einen voran bringen kann. Eine Richtung vorzugeben. Wohlwissend, das Stürme aufziehen werden, die uns ins Strudeln bringen. Die uns herausfordern und vom Kurs abbringen können. Aber auch dies begrüßen, denn vielleicht führt uns dieses Abkommen vom Kurs an Häfen, von denen wir gar nicht wussten das es sie gibt. Und die Orte und Möglichkeiten, Begegnungen und Neues für uns bereit halten, was unsere kühnsten Träume und Erwartungen übersteigt. Weil wir es nicht wissen konnten. Weil unser Verstand, der immer alles kontrollieren will, gar nicht im Stande war, das vorauszusehen.

Etwas anderes in uns aber, unsere Intuition, unser Herz sowie die Verbundenheit mit allem was ist, reicht viel weiter und ist viel umfassender und weiser als unser begrenzter Verstand.
Der innereFUNKEN, wie ein leuchtenderer STERN, wächst und strahlt mehr und mehr, sobald wir Erfahrungen machen, die uns bestärken, das wir ihm vertrauen dürfen. Und mehr und mehr gibt uns dies Zuversicht und Kraft. Schenkt uns den Mut, aus der alten Komfortzone hinaus zutreten. Uns auf Reisen zu begeben. Ohne angezogene Handbremse. Wir bauen unser Segelboot um, malen es uns bunt an, in Farben, die uns gefallen. Wir schmeissen die alte Garnitur raus, die uns eigentlich schon länger gar nicht mehr so richtig gefallen hat. Wir lassen Altes los, das schon angefangen hat zu modern. Wir stellen uns vielleicht Liegestühle aufs Deck. Und wir bringen überall Lautsprecher an, über die wir Musik hören, die uns beglückt und zum lächeln bringt. Und wir singen! Wir tanzen! Wir feiern! Wir feiern uns und das Leben! Dieses neue Gefühl wirklich am Leben zu sein!
Wir sehen andere Segelboote, die sich ebenfalls verändert haben und von denen wir uns wie magisch angezogen fühlen. Sie tauchen auf und da sind andere an Bord, die uns munter und fröhlich zuwinken! Begegnungen finden statt- teilweise fährt man ein Stück nebeneinander her und verliert sich dann wieder aus den Augen. Es finden gegenseitige Besuche auf den Segelbooten statt. Es wird miteinander getanzt, gefeiert, musiziert, philosophiert, gelacht, geliebt, gelebt. Schiffbrüchige tauchen auf. Werden aufgenommen. Werden gepflegt.Es werden neue Boote gemeinsam gebaut.
Meerestiere tauchen auf. Begleiten uns. Wir gehen immer wieder auch an Land. Gründen Gemeinschaften , die auf gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Herzensgüte basieren. Eine Form von Solidarität wächst und breitet sich aus. Eine neue Form von Mitgefühl und Verantwortung. Und sie startet bei jeder und jedem einzelnen selbst. Und wächst über das Selbst hinaus. Bis sie ALLES umfasst…..

Ich weiss gerade nicht, habe ich den Faden verloren? Wo hat dieser Text eigentlich begonnen? Ah, wenn ich hinaufscrolle lese ich nochmals meinen ersten Satz: „in Vorbereitung auf meine TRAVELLER TOUR fällt mir auf, wie herausfordernd es ist, nicht zu viel festlegen, planen und im voraus fixieren zu wollen.“ (…)

Ich lächle. Und ich erfreue mich daran, wohin ich gerade gereist bin mit meinen Worten und in meiner Vorstellung. Indem ich mich nicht festgelegt habe, wohin dieser Text sich entwickeln soll.
Mit Dir, da Du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast.
Liebste Reisekomplizenschaft!
Und ich spüre ein Leuchten in mir. Fühle wie es mich erfüllt und durch meine Augen nach aussen tritt. Mir ist es, als bemerke ich förmlich wie meine Augen leuchten. Von innen heraus. Wie sie klarer werden. Wie alles zu leuchten beginnt. Und ich stelle mir gerade vor, dass ich Dich ansehe und in ebenso leuchtende und stahlende Augen blicke. Ich spüre mein schlagendes Herz und Deines.
Ich fühle, wie alles in mir schwingt und sich mit deiner Schwingung verbindet. Nehme wahr, wie viel da um uns ist – an Kraft, an Energie. Die uns erhebt. Erhellt. Die uns bestärkt. Erlebe ein Gefühl von Hingabe. Sich hineingeben in das tragende Energiefeld des Lebens, das uns umgibt. Indem wir mit schwingen. Weil wir – alles – ein Teil davon sind.

AHOI!
In Liebe,
Charis

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