Gedankengänge

Wandel

Einen willkommenen Wandel spüren wir intuitiv.
Denn er hat sich über einen längeren Zeitraum angebahnt.
In unserem Inneren hat er sich gemeldet. Erst noch zaghaft.
Dann immer deutlicher. Wie ein Pochen, ein leises Klopfen,
das dann immer lauter wird.
Zu Beginn, hören wir kaum hin. Dann nehmen wir die Zeichen wahr,
schieben sie aber weg. Wir nehmen sie nicht ernst.
Wollen sie nicht ernst nehmen. Bleiben bei unserer gewohnten Routine.
Denn das kennen wir. Es ist uns vertraut.
Wir stellen es nicht in Frage. Und so leben wir weiter wie bisher…
wäre da nicht dieses stetige Klopfen, das wir seit einer Weile vernehmen
und das einfach nicht weggehen will…so kann das eine ganze Weile dauern…
und plötzlich kommt ein ausschlaggebendes Erlebnis und das Klopfen
verwandelt sich in eine konkrete Erkenntnis: „Ich will etwas in meinem Leben verändern!
Es fühlt sich nicht mehr stimmig an, auch wenn mich mein Verstand ermahnt,
dass alles bestens ist und jeder Wandel irrsinnig wäre.“

Dann taucht auf einmal ein Wunsch auf.
Aus dem Herzen. Und er fühlt sich richtig an.
Ganz klar. Wie ein unbeirrbares Leuchten. Und etwas tief in uns sagt:
JA!
Das Leuchten wird immer heller und strahlender.
Wir beschliessen, ihm zu vertrauen und folgen unserem Herzen.
Es fühlt sich befreiend an. Es fühlt sich auf einmal so mühelos an.
Wir machen Freudensprünge. Etwas löst sich. Alte Schichten fallen von uns ab.
Etwas wackelig sind unsere Beine. Wie bei einem neugeborenen Kitz.
Wir knicken ein.
Erschrecken uns.
„Oh!
Wie konnte ich nur etwas wagen?“
Zweifel schleichen sich ein. Wir zögern. Wir hadern.
„War das eine gute Entscheidung?
Warum habe ich das jetzt gemacht?
Warum habe ich das verändert?
Wird es gut gehen?“
Das Alte, das Vertraute beginnt uns zu rufen:
„Wie konntest Du mich verlassen?
Das hast Du jetzt davon.“
Wir schwanken. Alles dreht sich. Verdunkelt sich.

Für einen Moment.

Wenn wir genau hinhören, durchdringt die Stimme unseres Herzens das Höhnen und Raunen unserer Ängste und Zweifel. Ohne Hast, ohne Gebrüll. Einfach wahrhaftig.
Wir beginnen zu lächeln. Der Aufruhr in uns beginnt sich zu lichten.
Wir begreifen auf einmal unsere Ängste und Zweifel. Sie bedrohen uns nicht mehr.
Wir können sie annehmen und loslassen. Vielleicht waren sie irgendwann mal notwenig, vielleicht waren sie es nie. Jetzt und Hier sehen wir ganz klar, dass sie unnötig sind.
Wir atmen tief durch.
Vertrauen. Leuchten.
Und folgen weiter der Stimme unseres Herzens.

AHOI! ♡

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